8/25/2016

Endlich Alltag!

Endlich hab ich wieder "den Zipfel von der Wurst" in der Hand. Nach längerer Pause nun wieder täglich Arbeit im Atelier. Hatte schon die leise Furcht, dass nach Umzug und Neuanfang hier in LE nach der schier unendlichen Plackerei bildkünstlerisch nix mehr geht.
Zumindest Tuben ausquetschen geht schon mal problemlos.

Sobald Bilder vorzeigbar sind, gibt `s wieder Beispiele.

Übrigens. Die zahlreichen vorwiegend jüngeren Kolleg_innen um mich herum in der Franz-Flemming Strasse in Leipzig-Leutzsch organisieren demnächst die 18. 24-Stundenausstellung  www.24h-ausstellung.de/miniatur. Falls ich bis dahin was hinkriege, mach ich, falls man/frau mich hinein kuratiert, da gern mit. Wir bestimmt ne interessante Sache die Begegnung von Generationen auf maximal 50x50cm Formaten.

So nun muß ich wieder an die Leinwand.

Hier aber doch noch mal n par Händieknipsbilder aus dem Atelier.





Wie immer arbeite ich an mehreren Formaten gleichzeitig. Meist verschieden in der Grundfarbigkeit angelegt. So lassen sich mit Glück un beabsichtigte formale Wiederholungen besser kontrollieren.





In der Bildmitte hängt wie vorher im Atelier in Hohenbüssow mein Urgroßvater Emil Tietze. Seinerzeit königl. Hofphotograph in Bad Elster. Ich bin ihm nie begegnet. Habe ihn aber zu meinem Schutzpatron erklärt. Möglicherweise senkt er meine Fehlerquote am Bild.





 


Die drei Bilder sind gerade dran. Wie immer hab ich keine Ahnung, was letztlich daraus wird.













7/23/2016

Es geht voran

Moin werte Leserschaft.
Nachdem der Mietvertrag Ende Juni unterzeichnet war, ging es sofort und endlich mit dem Atelierrenovieren bzw. -einrichten los.
Nun läuft die Endphase.
3 große Regale sind nun eingebaut, damit nix im Wege rumsteht und die 61m² maximal genutzt werden können. Richtig toll das gleichmäßige viele Licht von der Fensterfront da Nordseite.
Fühle mich schon wie einst zuhause Im Atelier in Hohenbüssow, da auch hier 3,10 m hohe Räume.
Mein künftiger Ateliernachbar hat sich vorgestellt. Das könnte sehr wohl ne prima Ateliernachbarschaft werden.

Glücklicherweise konnte ich viele Teile der Regale, die ich mit einem Zimmermann einst in Vorpommern gebaut hatte, wieder verwenden. Heißt; freilich wurden jene erst etwas modifiziert und dann eingebaut.
Jetzt muß nach dem Wändeweißeln noch der Boden ne kräftige Reinigung kriegen. Dann wandern die ersten leeren Ländwände, Keilrahmen und vollen Farbeimer an den Start!

Spätestens Anfang August dann beginnt wieder das aktive Malerleben. Diesmal in einem Atelierhaus voller zahlreicher interessanter Kolleginnen und Kollegen. Zu meinem Erstaunen bin ich wohl nicht mal der Älteste im Atelierhaus in der Flämming. Dennoch ist die Jugend zumindest zahlenmäßig dominant.
Und das ist gut so!

Ich melde mich wieder, wenn die Malerleiter dann endgültig gegen nen Malpinsel getauscht wurde.
Zusammenfassend: Vorfreude nach langer Malpause!


Hier nun Bilder von einem Atelier (bisher noch) ohne ein einziges Bild!  :-)




Zwischen den Betonpfeilern linksseitig ein großes Regal für künftige Leinwände







Auch hier ein Regal, das auf neue Bilder wartet. Im Vordergrund der Paletten-Wagen, auf dem künftig Palette, Pinsel und Farben mobil sein werden. Aktuell noch fremdgenutzt vom Renovierer.














6/26/2016

Meine Startrampe in L.E.- Neues Atelier im Visier!

Aktuell sieht es so aus, dass ich mich entscheiden kann.
Mehrere Optionen sind plötzlich und unerwartet parallel aufgetan.
Wär hätte das gedacht. Ich nicht.

Wenn es nun ggf. zur Unterschrift des Mietvertrages kommt, werde ich in Kürze dort (siehe Foto unten) einrücken und nach meinem Mammutumzug von Hohenbüssow (ca. 50 Einwohner) nach Leipzig (ca. 550 000 Einwohner) endlich wieder einem geregelten Maleralltag nachgehen können.
Ok noch ä bissle Regale für Töpfe, Tuben, Leinwände und Pinsel müssen noch eingebaut werden.

Doch dann hört man Tietze den ganzen Tag dort singen, summen, fluchen, Freudenschreie ausstoßen (in den seltenen Momenten, wo man glaubt, man hat ´s) und mit sich selbst sprechen.
Im Fokus steht ein 61m²-Atelier in einem sich peu à peu entfaltenden Atelierhaus im Westen der Stadt.
Vorangetrieben von einem privaten Kunstförderer und einem Verein, die diese Industrieimmobilie gemeinschaftlich mit neuem Leben in Form von ausgewählten Bildenden Künstler_innen beleben möchten.
Da gibts erstaunlich tolle Ideen und Konzepte zur Umsetzung und vor allem wohl auch die dazugehörigen Menschen, die dafür brennen. Das gefällt mir, wenn hier und da noch ne Lampe brennt neben den immer lauter klackernd wuchernden Gelddruckmaschienen!
Idealisten mit Faible für Malerei.
Die tuschende und malende Spezies steht da im Zenit der engagierten Akteur_innen.

Mir und meinem Ego selbst war dabei allerdings wichtig >>> groß, hell, leise und Nordlicht. ;-)
Leider ggf. dann 20 Minuten mit dem Fahrrad oder 10 Minuten mit dem Auto, wenns mal kalt ist. Nun, man kann nicht alles haben.
Immerhin nur knapp 10 Minuten mit dem Rad zur BOESNER-Filiale in der Baumwollspinnerei.
Weit genug weg vom Kulturzirkus! Und nahe genug für Leinwand-, Keilrahmen- und Farbeinkäufe.

Falls wir uns die Tage also einig werden, kommen dann bald mehr Hinweise auf das Geschehen vor Ort. So oder so. Schau mer mol. Ich hab so kribbeln im Bauch.

Hier nun ein winziger Eindruck vor (m)einem möglichen (Erst-)Bezug.

2 Räume hell, warm und noch leer!





















Blick ins Grüne







In der Nachbarschaft die Theaterfabrik Sachsen







Alte Briefköpfe der Vorbesitzer

PS: Hier finden Sie ab sofort mein neues Atelier in Leipzig. Besuch nach Vereinbarung gern über meine Mailadresse hier.





5/02/2016

Kunst Offen 2016 in HGW / Leipzig mein aktueller Ateliersuchundfindprozess

Moin, moin werte Freund_innen meiner Bilder. Am 10. Mai um 19:00 Uhr eröffnet die Neue Greifen Galerie in der Greifswalder Steinbeckerstrasse eine Einzelausstellung. Bis zum 18. Juni sind dort meine Arbeiten zu sehen.    http://www.neuegreifengalerie.de/NEUE_GREIFEN_GALERIE/AUSSTELLUNGEN.html

Ich würde mich freuen, viele Besucher begrüßen zu können. Herzlich Willkommen!

Am darauf folgenden Sonnabend und Pfingstmontag zeige ich anläßlich Kunst Offen im Klaviersalon Gläser in der  Greifswalder Brinkstraße 27a  http://klaviersalonglaeser.de/klavier-salon/  Arbeiten auf Leinwand, Papier und Porzellan.  An den beiden oben genannten Abenden musizieren meine Musikantenfreunde vom Orchestrion EVA BLUM im Klaviersalon, um diese Tage jeweils beswingt ausklingen zun lassen. Vielleicht ja auch n Grund mal vorbei zu schauen um uns beim Proben, wie von uns erwünscht, zu belauschen?
Darüber hinaus sind beide Ausstellungen auch eine Gelegenheit sich einmal wieder zu begegnen und zu plaudern. Wir & Ich freuen uns über Neugierige PfingstKunstOffenBesucher_innen am Tag und in der Nacht!



FINISTERE, Spirit, Öl auf Leinwand, 120x140cm, 2014



Zwischenzeitlich bin ich ja nun nach Leipzig umgezogen. Eine tolle Stadt, die ich knapp 30 Jahre nur aus dem Augenwinkel beobachtet hatte, nachdem ich 1985 nach meinem Studium an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst von dort aus freiwillig! in ein einsames Dörflein in Vorpommern gezogen war. Nun also wieder der radikale Wechsel vom 50 Seelendorf am Ende der Welt in eine wuchernde Metropole am Rande Sachsens. Eine wirklich tolle Stadt, an die man sich gut und gern gewöhnen kann. Ich werde es tun!

Naja nun bin ich auf der Suche nach einem Atelier, dass ich vom Gehäuse aus täglich mit den Fahrrad in wenigen Minuten erreichen kann. Und die Kostenfrage sollte auch nicht unerwähnt bleiben. Wer also ein Angebot hat, um mir bei der Ateliersuche zu helfen, gern nehme ich Hinweise und Angebote an. Möglichst nahe meinem Gehäuse in Leipzig-Wahren/-Möckern/-Lindethal.

Einiges hab ich aktuell am Haken. Mal schauen ob wir, der Vermieter und ich, ins Geschäft kommen.
Hier mal eine der Optionen, die u.a. meine Interesse geweckt hat:









Falls es diese Räumlichkeiten werden sollten, poste ich ggf. hier die genaue Adresse. Wer also von Euch Interessent_innen einen Atelierbesuch 2016 oder später in Leipzig plant, wird dann dort gern empfangen. Glücklicherweise hat diese Stadt noch immer einen beachtlichen Leerstand für mögliche Ateliers. Allerdings sind auch Mietzinsen bzw. erhofften Gewinnmargen stetig im Aufstieg begriffen. Mal schauen was geht. Fakt ist so oder so; in Kürze bin ich wieder ein täglich an der Leinwand Agierender.

Beste Grüße aus LE & - = Wolfgang Tietze

1/16/2016

Neue Arbeiten zu Aphorismen von Franz Kafka


Immer wieder beschäftigen mich die Aphorismen Franz Kafkas. Begonnen hatte diese bildnerische Auseinandersetzung, als ich von Freunden 2009 einen Atelieraufenthalt über den Dächern Prags spendiert bekam. Eher zufällig stolperte ich in dieser Zeit über die gesammelten Aphorismen. Ich mag sie sehr. Schon allein wegen ihrer Art Verwirrung und Irritation im Kopf zu stiften. Und natürlich wegen dieser seltsamen schwer zu beschreibenden Kafkastimmung, die einen ergreift, wenn man seine Text liest. Kafka war ein Schwerpunkt meiner Literaturlektüre als ich Jugendlicher war.




Leib, 24x18 cm, Aphorismus 33, Kafka, 2015, Chinatusche Aquacryl auf Leinwand





Eine Welt in der ich mich damals sehr wohl fühlte. Das machte meine spätpupertäre Einsamkeit deutlich erträglicher. Man war nicht allein in einer einem oft sehr fremden Welt. Ich denke das ging bzw. geht wohl vielen Teanagern so. Zumindest in den Siebzigern des 20. Jhh.
Nun mit dem Abstand der Jahre lotzten mich diese kleinen Textfragmente wieder ein wenig in eine seltsame Stimmung. Es war und ist beinahe zwanghaft, nimmt man Feder und Pinsel in die Hand. Was da in einem entsteht und über die Hand wieder verläßt, bleibt auch mir rätselhaft und wird zu einer scheinbar unvermeidbaren Spur der Begegnung mit Kafkas Zeilen.





Paradies, 19x24,5 cm, Aphorismus 82 Kafka, 2015, Chinatusche Aquacryl auf Leinwand







An diesem Ort, 20x27,5 cm, Aphorismus 17 Kafka, 2015, Chinatusche Aquacryl auf Leinwand











Verkehr mit den Menschen führt zur Selbstbeobachtung, 21x30,5 cm, Aphorismus 77 Kafka, 2015, Chinatusche Aquacryl auf schwerem Bütten





Viele Schatten der Abgeschiedenheit, 21x30,5 cm, Aphorismus 4 Kafka, 2015, Chinatusche Aquacryl auf schwerem Bütten



Im Mai 2016 werden diese und ähnlich Arbeiten neben anderen Bildern in der Neuen Greifen Galerie in Greifswald zu sehen sein. Ich freue mich auf die kommende Zusammenarbeit mit dem Galeristen Marcus Schramm in Mecklenburg-Vorpommern, der mich nach meinem kürzlich erfolgten Umzug nach Leipzig nun im Norden vertreten wird.





Viele Schatten, 19x24,5 cm, Aphorismus 4 Kafka, 2015, Chinatusche Aquacryl auf Leinwand







1/07/2016

Bilder aus Studentenzeit - Tausch gegen Kulinarisches









B.B. und G.B., 1982, Öl auf Hartfaserpappe, 135cm x 70cm, Foto: G.B.






L.B. Säugling, 1983, Öl auf Hartfaserpappe, 50cm x 40cm, Foto: G.B.




Als Student an der Leipziger Akademie suchte und fand ich während des zweijährigen strengen Grundstudiums Modelle, um mein akademisch Erlerntes am lebenden Beispiel in Bildform zu bringen. Nach den Phasen des Gipsköpfezeichnens und intensiven Studien an in Posen verharrenden Kunsthochschulmodellen war ich dankbar, wenn ich im Freundeskreis „Opfer“ für meine Bildfindungen fand. Natürlich brauchte es nach dem Diplom daselbst noch Jahre, um sich anschließend von dieser Prägung zu „befreien“ bzw. einen mir gemäßen Umgang damit zu finden.
B.B. und G.B. gehörten damals zu meinem engeren Freundeskreis in Leipzig und es gab eine schöne Vertrautheit zwischen uns.
Die junge Familie bekam in dieser Zeit meines Studiums Nachwuchs und ich wollte sowohl die Hochschwangere und unbedingt den dann Neugeborenen L.B. malen. Das tat ich dann auch.

Nun sind über 30 Jahre vergangen und beim Aufräumen meines Speichers in Vorpommern fand ich zahlreiche Arbeiten dieser Zeit wieder, unter anderem auch diese beiden hier gezeigten Bilder.
Ich beschloss im Sommer 2015 den Kontakt wieder herzustellen, der über die Jahrzehnte verloren gegangen war und bot G.B. ein Tauschgeschäft an.
>>> Ein köstliches gemeinsames Gastmahl gegen diese zwei Bilder? Die B.s ließen sich gern darauf ein.

Der Tausch ist zwischenzeitlich vollendet. Ein Wildschmorgulasch vom Hirsch und Reh in Rotweinsauce, dazu hausgemachte Böhmische Knödel + 1 Liter Ur-Krostitzer nebst 1 Wodka „Partisan Belarus“ wechselten im Leipzig-Connewitzer „Waldfrieden“ den Besitzer.
Beide Parteien waren mit diesem Tauschgeschäft sehr zu frieden.
Ich möchte jedoch nicht versäumen darauf hinzuweisen, dass das eine einmalige Angelegenheit im Kontext persönlicher Vergangenheitsaufarbeitung war, die jedoch potentielle Freunde meiner Kunst nicht zwingend zur Nachahmung animieren möchte. Auf Dauer könnte das die Existenz des allgemeinen Kunstbetriebes nachhaltig gefährden. Als Sympathisant des Naturalienhandels gönnte ich mir diesen Rückfall in diese anachronistische "Zahlungsform". 



 

Bildübergabe an G.B. Ende 2015 in meiner Küche in Leipzig, Foto: G.B.






7/08/2015

Göttliche Komödie im Westflügel auf Burg Klempenow

DGK, XXIII. Gesang, Paradies 042, Aquacryl, Tinte auf c-print, 50x60 cm, 2010, Preis 499,- € gerahmt






Morgen am Donnerstag, dem 9. Juli 19:00 Uhr, wird eine kleine Ausstellung von ausgewählten Arbeiten zur Göttlichen Komödie eröffnet bzw. gezeigt. Bis zum 16. August kann man die Arbeiten sehen. Vorwiegend auf Papier, aber auch einige Leinwände sind zu sehen. Außerdem sind kleine informelle Plastiken aus Buisquitporzellan, die in meiner langjährigen Zusammenarbeit mit bzw. in der Porzellanmanufaktur Fürstenberg an der Weser entstanden sind, im Angebot.
Die Idee zu dieser Ausstellung kam vom Brigitte Bayer-Grischkat, oder wie man heute zu sagen pflegt, sie wurde von ihr kuratiert. Eine sehr liebenswerte Idee, der ich gern folgte.
Der Charakter der Präsentation ist eher von kammermusikalischer Art. So war zumindest unsere Verabredung.
Ich hoffe auf interessierte Besucher. 

Tipp für die Verzagten. Umsonst kommt man ohnehin niemals auf die Burg Klempenow  http://www.burg-klempenow.de/ unmittelbar am Fluß Tollense. Hat sich doch längst weltweit rumgesprochen, dass dort ein besonders schönes Fleckchen Landschaft jene kleine (Kultur)Burg umsäumt. Mal ganz vom köstlichen Kuchen des dort beheimateten Kaffees abgesehen.

Willkommen also liebe Anreisende! 













1/29/2015

Grüße ins NEUE JAHR aus dem Atelier

Auch im Neuen Jahr entsteht NEUES im Atelier. Gelegentlich werde ich als Künstler gefragt, was ich denn hier oder da mit meinen Bilder aussagen möchte. Ich hab dann gern die Antwort parat: Nix!

Das verunsichert freilich den Einen oder die Andere, ist aber die präziseste Antwort, die ich hier anbieten kann. Alles andere wäre unnützes ausschweifendes Behaupten.
Ein Bild erklärt sich selbst, wenn es selbst und das Gegenüber gut genug dafür sind.

Überhaupt sollte man nicht meinen, immer Alles verstehen zu müssen. Ich selbst verstehe immer weniger von dem, was ich als Maler tue. Und das ist letztlich gut so.
Bilder zu machen ist nach meinem subjektiven Verständnis eine einfache Sache. Eine Leinwand brüllt einen mit ihrer Leere an und der Kopf beginnt über die Hand Impulse zu senden. Die Leinwand ist lediglich das Sieb, das auffängt, was der Kopf entläßt. Ok. Hier und da muß noch nachgebessert werden, bis es stimmt. Das ist der Job meiner rechten Hand.

Hier nun einige Beispiele aus jüngster Produktion.




sitting, 2015, Acryl/Lwd. 40x50 cm







going, 2015, Acryl/Lwd. 40x50 cm








Klar, 2015, Acryl/Lwd. 24x30 cm








Eintritt, 2014, Acryl/Lwd. 15x15 cm








Hafenstadt, 2014, Acryl/Lwd. 15x15 cm









Mobiles Gespinnst, 2015, Acryl/Lwd. 24x30 cm











Entdeckung, 2014, Acryl/Lwd. 15x15 cm









meet, 2015, Acryl/Lwd. 15x15 cm






11/13/2014

Auswahl Ölbilder aus dem Jahre 2014

Auch in diesem Jahr tauchte ich wieder in Dantes "Göttliche Komödie" ein. Meine Art des Lesens und meine Art zu/mit/in diesem Stoff zu malen und zu zeichnen heißt auch loslassen. Heißt die Vorlage aus mir heraus zu malen. Abstand und Durchdringung. Ich glaube langsam komme ich voran.





DGK, Auf dem Berg, 2014, Öl auf Leinwand, 100x130 cm






DGK, Spirit, 2014, Öl auf Leinwand, 120x150 cm






DGK, Begegnung, 2014, Öl auf Leinwand, 100x130 cm






DGK, Am Rande, 2014, Öl auf Leinwand, 50x100 cm




Auch mein alternatives Thema FINISTERE läßt mich nicht los. Auch hier entstand in diesem Jahr einiges auf Leinwand.

Hier eine kleine Auswahl aktueller Arbeiten.


FINISTERE, 2014, Öl auf Leinwand, 70x100 cm






FINISTERE, 2014, Öl auf Leinwand, 50x70 cm






FINISTERE, 2014, Öl auf Leinwand, 20x20 cm





FINISTERE, 2014, Öl auf Leinwand, 15x15 cm


Demnächst werde ich meine Homepage mal wieder aktualisieren müssen. ;-) Da gibt es dann mehr aktuelle Bilder und Ausstellungshinweise ect. Merci für das Studium dieses Postes!





"Inferno−Purgatorio−Paradiso!" auf Schloss Weesenstein






DGK Paradies 017, V. Gesang, 2010, 29x37cm Aqucryl und Tusche auf c-print

                 
Noch bis zum 1. März 2015 kann man auf Schloss Wesenstein nahe Dresden ausgewählte Blätter aus meiner Werkgruppe Dante "Die Göttliche Kömödie" sehen. Kürzlich war die Ausstellungseröffnung. Eine großartige Eröffnung bot das Haus. Ich war wirklich sehr beieindruckt von soviel Engagement der MitarbeiterInnen des Museums. Nicht ganz zufällig zeigt man dort nun ausgerechnet diese Arbeiten auf Papier und einige Ölbilder zur "Komödie". König Johann von Sachsen war zu Beginn des 19. Jhh. einer der bis heute hoch geschätzen Übersetzter dieses Mammutwerkes. Ich selbst lese mich durch ca. 7 diverse Übersetzung in Lyrik bzw. in Prosa durch den Weltliteraturstoff, den wohl die Wenigsten je gelesen haben oder lesen werden.
Es würde mich auch sehr wundern. Keine Literatur zu Entspannung. Um die Fußnoten, die extrem zahlreich gesetzt sind, halbwegs zu verstehen, muß die geneigte Leserschaft andauernd goggeln oder Lexika wälzen. Wer mag das heute außer Strebern und Freaks noch tun? Na klar ICH.
Warum? Ich kann es heute nicht mehr sagen. Seit über 10 Jahren bin ich drumrum geschlichen. Dann kam eine Hörspielversion in meine  Gehörgänge. Anschließend eher zufällig jene Johann von Sachsen-Übersetzung.
Wie es aussieht, wird mich der Stoff nicht loslassen. Immer wieder beginne ich von vorn mit dem Lesen und Vergleichen der zahlreichen Übersetznungen, um dem Stoff nahe zu kommen.
Man könnte sagen malen und zeichnen, um Dante zu erfahren. Lesen würde mir eben nicht ausreichen.

In Dresden waren zur Vernissage bestimmt auch Besucher etwas irritiert von meinen Arbeiten. Vor allem wenn sie Illustrationen erwartet haben. Das war und ist jedoch nicht mein Anliegen. Wäre auch zu vermessen, einen solchen gewaltigen Sprachbildtext illustrieren zu wollen. Nach Sandro Botticelli (1444 - 1510) gibt es unzählige Versuche es ihm gleich zu tun. Doch wer will sich danach noch heran wagen?

Wie auch immer. Wer Lust hat sich meine künstlerischen Ergebnisse zur Literatur anzusehen, hat nun noch einige Monate Zeit dem hohen Hohen Hause (Burg auf Berg) einen Besuch abzustatten.
http://www.schloss-weesenstein.de/de/veranstaltungen/detailseite/veranstaltung_anzeigen/wolfgang_tietze_infernopurgatorioparadiso/
Wer sich nicht an meinen Arbeiten satt sehen mag, sollte unbedingt die Schlossküche aufsuchen!
Wie das ganze Schloss ein echter Geheimtipp!



6/05/2014

KUNST:OFFEN 2014 Pfingsten in Greifswald und Dargun

Moin moin liebe Bilderfreunde. Über die Pfingsttage vom 7. bis einschließlich 9. Juni zeige ich zahlreiche Arbeiten aus meinem Atelier im Klaviersalon Gläser in der Greifswalder Brinkstrasse 27a. Über neugierige an meiner Arbeit interessierte Besucher_innen freue ich mich.
Zwischen 10:00 und 18:00 Uhr trifft man mich in dem tollen Raum.
Herzlich willkommen!
Für mich eine Gelegenheit jenseits von Atelier- und Galeriebetrieb Arbeiten aus verschiedenen Zeiten und Themen zu zeigen.

Hier ein optischer Eindruck aus dem Salon in der Brinkstrasse in Greifswald: 









Auch der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte organisiert mit der Stadt Dargun gemeinsam eine Ausstellung mit Arbeiten von 9 Kollegen aus dem Landkreis. Ich wurde als Maler und Zeichner dazu eingeladen.
Diese Ausstellung geht über Pfingsten hinaus und wird nach der Eröffnung am Freitag, dem 6. Juni, 19:00 Uhr bis zum ersten Juli-Wochenende gezeigt.

Was erwartet den Kulturtouristen in der Kloster-Schlossruine Dargun?






Wer im Juni die Kleinstadt Dargun unweit dem Kummerower See besucht, hat eine Möglichkeit Bildende Kunst in frischer Kleinstadtluft zu erleben.










12/01/2013

Herbstsalon Neubrandenburg / 1. Herbstsalon in Leipzig - Eine Erinnerung

Herbstsalon. Ein besetztes Wort. Ein Begriff der Kunstgeschichte.
Gestern nahm ich am "Herbstsalon" in Neubrandenburg teil.
Schon Mitte der Achziger gab es in dieser Stadt Neubrandenburg einen Herbstsalon. Damals in einer Villa am Ring daselbst.
Gastgeber war der darin residierende Kulturbund der DDR mit einer Filiale. Meine Kollegen in dieser Stadt nannten diese Veranstaltung bei der sie Ihre Bilder feilboten ebenfalls "Herbstsalon".
Ich kam damals frisch als Absolvent der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst dazu und war, wie es sich für einen jungen Maler gehört empört, dass man sich diesen Namen gab, der nach meiner Meinung einen Anspruch meinte, also kunst- und sozialgeschichtlich positiv besetzt war. Ein Begriff der über das Sich-Anbiedern (z.B. an FDGB-Funktionäre und andere Funktionäre) hinausgehen sollte, die am Jahresende nochmal Großeinkäufe tätigten.
Die Kollegen zeigten damals vorwiegend marktbewußt Gefälliges und Kaufanimierendes, was dem vermeindlichen Geschmack der geldausgebenden Funktionäre entsprach. Ich erinnere "Traktoristinnen",  Sonneblumenbilder u.ä.
Das fand ich widerlich!
Mit dem gleichgesinnten Kollegen Otto Sander Tischbein, der damals noch Otto Sander hieß, der wie ich dort teilnahm und der wie ich meinte, wir müssen das ändern, boten wir den Veranstaltern an, eine Eröffung des "Herbstsalon" in Neubrandenburg zu zelibrieren.
Heute würde man sagen; diese Eröffnung war ein Eklat! Wir würden es wohl heute rückwirkend Performance nennen.
Es war irgendwie eine viertelstündige Parodie auf all das, was wir beide nicht mochten.
Die Konsequenzen waren dennoch letztlich unerheblich. Es gab keine Stasiverfolgung. Schließlich waren wir ja clever bei unserem Coup und das in tiefster Provinz. Eine Ahndung unseres Tuns hätte uns gewiß geschmeichelt!

Meine Empörung bezüglich des Namens "Herbstsalon" in Neubrandenburg hatte damals seine Ursache darin, dass ich vormals in meiner Leipzig-Zeit sehr besonders an neuer, guter und engagierter Kunst interessiert war. Mein damaliger Professor an der Akademie in Leipzig konnte mit seiner Einflußnahme seinerzeit erfolgreich intervenieren und idiotische Beschlüsse höher Behörden in Berlin aufheben lassen. Man mag von Heisig als Künstler halten was man mag, ein Schutzpatron für die Kunst war er allemal! Und das allein hat bis in alle Zeiten unendlichen Respekt verdient!
Die DDR und das damaige Kunstgeschehen war schon etwas Besonderes, das heute allzu gern seltsam verklärt, mystifiziert und gelegentlich recht undifferenziert verallgemeinert wird.
Wie auch immer.
 
Es gab ebenfalls im November allerdings eben 1984 den "1. Herbstsalon" in Leipzig. Eine Aktivität, ein Geniestreich engagierter Maler dieser Stadt, die in der damaligen öffentlichen Wahrnehmung gern weggeschwiegen wurden. Diese Wagemutigen hatten plötzlich mitten in der Stadt in wirklich allbester Lage Öffentlichkeit, wie sonst kaum jemand! Ein Skandal ohne gleichen! So die damalige offizielle Meinung, die natürlich nicht öffentlich wurde. Wie diese Kollegen das anstellten, lest Ihr bitte hier:

 http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/autonome-kunst-in-der-ddr/55829/herbstsalon 

http://www.google.de/imgres?client=firefox-a&hs=zb8&sa=X&rls=org.mozilla:de:official&biw=1680&bih=937&tbm=isch&tbnid=Ocvd6wU8IN7AwM:&imgrefurl=http://www.wkv-stuttgart.de/en/program/2009/exhibitions/subversive/sections/leipzig-autumn-salon/&docid=NKz6BjKv7GERZM&imgurl=http://www.wkv-stuttgart.de/typo3temp/fl_realurl_image/04-leipzig-market-place-buildup-of-the-herbstsalon-in-the-background-the-alte-rathaus-leipzig-foto-karin-plessing-14.jpg&w=200&h=130&ei=mjibUtiYKImItQaryoC4CA&zoom=1&iact=hc&vpx=17&vpy=235&dur=340&hovh=104&hovw=160&tx=68&ty=55&page=1&tbnh=104&tbnw=160&start=0&ndsp=56&ved=1t:429,r:0,s:0,i:83

 http://www.dhm.de/ausstellungen/boheme/katalog_zentren/leipzig/leipzig31. 


Nun fand gestern in Neubrandenburg der 20. Herbstsalon statt. Der Rechner wird jetzt stutzen. Da stimmt doch was nicht? Wenn es in der DDR-Ära schon in Neubrandenburg in den Achzigern einen Herbstsalon gab? Klar zur Wende war erstmal Schluß mit dem Herbstsalon a la FDGB ect. Wenige Jahre nach der Wende entschied man sich dort unter nunmehr völlig anderen Bedingungen zu einem ähnlichen Vorhaben. Bedauerlicherweise, wie ich meine, mit dem alten Titel "Herbstsalon". Freilich nunmehr ohne TraktoristInnen allerdings noch mit reichlich Sonnenblumenbildern. Vielleicht mutiert diese kleine Mustermesse Bildender Kunst doch noch eines Tages zu einem Standort, wo wir Kollegen ausschließlich neueste Arbeiten zeigen, die sich am Thema Mensch und Gesellschaft aufreiben, provozieren oder versöhnen. Auf jeden Fall ob ihrer zweifelsfreien Qualität erregen! Dann hat dieser Titel "Herbstsalon" wohl noch mehr magische vielleicht gar überregionale Anziehungskraft und eines Tages diesen Respekt gebietenden Namen redlich verdient.





11/30/2013

Herbstsalon in Neubrandenburg 2013

Mein liebenswerter Malerfreund und Kollege Otto Sander Tischbein als eingetragenes Mitglied des "Freundeskreis der Kunstsammlung Neubrandenburg" lud mich als ein als Gast am Herbstsalon 2013 in Neubrandenburg teilzunehmen. Dort angagieren sich Kulturkämpfer versammelt in der dortigen Kunstsammlung für die bildende Kunst. Löblichst und beispielhaft allemal. Ein toller Ort diese Kunstsammlung und wert, falls man diesen Ort einst zufällig als Reisender durchqueren sollte, da zu stoppen und ob der tollen Sammlung daselbst zu staunen.
Jährlich findet nun dort an einem Sonnabend wie heute eine klitzekleine lokale Kunstmesse statt. Wir waren diesmal dabei. Natürlich wissen wir was da zu erwarten ist und was nicht. Wie auch immer, wir hatten unseren Spaß. Im folgenden Filmchen sind 2 Minuten davon dukumentiert.








Bei dieser Gelegenheit zeigte ich aktuellste Arbeiten in Enkaustik, auf Porzellan, Öl auf Leinwand und einige Arbeiten auf Papier. Hier nun einige ausgewählte Beispiele.




O.T., Enkaustik, 35x44cm, 2013








Strandgut, Öl auf Leinwand, 40x50cm, 2013





In der Hafenstadt, Übermalung c-print auf Papier, 10x15cm, 2013



Mit etwas Glück entwickelt sich dieser Ort eines Tages zu einem tollen anspruchsvollen lokalen Kunstmarkt von überregionaler Bedeutung. Die OrganisatorInnen und das gastgebende Haus haben jedenfalls außerordentlich viel Kraft und Herzblut investiert. Meinen großen Dank dafür!!!
Wir Künstler haben ´s nun in der Hand, was grandioses daraus zu machen.









11/28/2013

Neue Arbeiten - in einer mir bisher fremden alten Maltechnik







O.T., Enkaustik auf  MDF, 18x27cm, 2013







Meergespinnste, Enkaustik auf MDF, 25x35cm, 2013







Wattwesen, Enkaustik auf MDF, 35x44cm, 2013


Seit wenigen Wochen nähere ich mich auf meine Weise der Maltechnik Enkaustik. Nachdem ich in den 90iger Jahren Wachs in kleinen Objektkästen und Bildobjekten eingesetzt habe, entdeckte ich nun wieder dieses Material als Bindemittel für mich zur Nutzung in der Malerei.

Es gibt nicht sehr viele Beispiel im Internet, die mich irgendwie anregen würden. Eine Ausnahme bleibt der Maler Martin Assig, dessen Arbeiten ich sehr schätze.
Letztlich  bleibt einem nur der Weg mit Hilfe eigener Experiment eine Form des Umgang mit dieser Technik zu finden.

Die einfachste Form der Nutzung ist der Einsatz des Wachses als "Haut" über der Bildfläche. Hier gibt es die Möglichkeit diverse Grade an Transparenz als Gestaltungsmittel einzusetzten.
Eine weitere Form ist der Einsatz von selbstpigmentiertem Wachs oder im Handel erhältlichen lichtechten Wachsstiften. Und letztlich die Kombination dieser Möglichkeiten.
Im grunde genommen kann man Enkaustik auch in Lasurtechnik einsetzen.
Es braucht Geduld und Erfahrung um seinen eigenen Ansprüchen mit einer fremden Maltechnik in der bildnerischen Arbeit gerecht zu werden.

Bedauerlicherweise ist diese uralte Technik, die einst die alten Ägypter nutzten, etwas in Verruf geraten, da sie mittlerweile heute vornehmlich bei Freizeitkünstlern für diverse hübsche, bildnerische Basteleien Verwendung findet.
Immerhin bleibt so dieses Material Wachs im Bewußtsein.